Festivalzelte aus Pappe

Kartent: Recycelbare Alternative

Festivals machen Spaß und locken tausende Fans. Doch ihr Müllaufkommen ist meist enorm: Die Fans produzie­ren durchschnittlich 15 Kilogramm Müll. In ihren Hin­terlassenschaften finden sich immer auch eine Menge Zelte: Einer von vier Campern lässt seine Behausung am Ende einfach stehen. Entweder, weil die Zelte kaputt oder einfach zu billig sind. Von Nachhaltigkeit kann da nicht die Rede sein.

Eine umweltfreundliche und voll recyclebare Alternative ist das Pappzelt des niederländischen Herstellers Kartent. Anders als die Kunststoffmodelle besteht es zu 100 Prozent aus Karton und bietet mit seiner Liegefläche von 150 x 220 Zentimeter Platz für zwei Personen. Bei seiner Herstellung verursacht es laut Hersteller nur rund die Hälfte der CO2-Emissionen der Produktion eines normalen Zeltes. Und während ein Kartent ausschließlich aus Pappe besteht, weisen handelsübliche Zelte bis zu 30 verschiedene Materialien auf, die das Recyceln erschweren.

Durchhaltevermögen: Drei Tage Dauerregen

Dennoch soll das Festivalzelt bis zu drei Tage Regen aushalten, denn es besteht aus belastbarer Pappe, die vielfach in der Logistik eingesetzt wird. Dabei ist es in Sachen Brandschutz nicht gefährlicher als ein übliches Plastikzelt. Zudem dürfte die Nachtruhe weitaus angenehmer sein: Im Zelt ist es dunkel, Tür und Fenster lassen sich vollständig schließen – das ist gerade nach langen Festivalnächten ein echter Benefit. Außerdem bietet ein Pappzelt automatisch mehr Sonnenschutz, sodass es innen kühler bleibt als in der Plastikalternative. Auf der Rückseite befindet sich zu Belüftungszwecken eine kleine Klappe. Verankert wird ein Kartent mit Laschen im Boden.

Ihr Nachteil: Die Zelte sind nicht zusammenfaltbar, sodass ihr Transport schwierig ist. Zudem wiegen sie ganze 11,6 Kilogramm. Doch der niederländische Erfinder hat das Zelt vor allem dafür konzipiert, dass Festivalbetreiber es vor Ort an die Fans vermieten und diese sich das Anschleppen eines Zelts ersparen. Weiterer Vorteil: Die Veranstalter können nach der großen Sause die Partyzone umweltfreundlicher und kostengünstiger aufräumen.

Ausgezeichnete Nachhaltigkeit

In den Niederlanden wurden die Zelte im Sommer 2015 auf mehreren Festivals getestet. 2017 gewannen die Erfinder für das Kartent den RedDot Award für Produktdesign. »Hunderte von ihnen sind in ganz Europa aufgestellt worden. So konnten wir allein im Jahr 2019 rund 80 Veranstal­tungen mit Festzelten aus Pappe versorgen«, berichtet Geschäftsführer Timo Krenn. Das Standardmodell kostet derzeit 67 Euro. Doch längst hat der Hersteller sein Zeltsortiment erweitert: Das KarTent mini ziert den Schreibtisch, im KarTent junior können Kinder spielen. Darüber hinaus gibt es vielfältige weitere Produkte aus stabiler Pappe, die vom Bett bis zum Computertisch reichen.

www.karTent.com

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