Neu im MIZE-Verleih: Frauenurinale für Events

Das dänische Startup „Lapee“ um Gina Périer und Alexander Egebjerg hat eine ebenso kreative wie praktische Abhilfe erschaffen: ein schreiend pinkes Frauenpissoir, das Platz für drei Benutzerinnen gleichzeitig bietet.

Schöner Pinkeln in Pink

Ab dem Frühjahr 1830 richtete die Pariser Stadtverwaltung entlang der großen Boulevards öffentliche Urinale ein. Berlin folgte 1863 mit dem sogenannten „Café Achteck“, einer achteckigen Konstruktion aus Schmiedeeisen, die das Stadtbild über Jahrzehnte prägte. Urinale für Männer gibt es also schon ziemlich lange.

Und die andere Hälfte der Gesellschaft, die fürs kleine Geschäft sitzen oder in die Hocke gehen muss? Wurde bis heute sträflich vernachlässigt. Ganz gleich, ob in der Öffentlichkeit, bei Veranstaltungen oder auf Festivals: Das Bedürfnis, sich als Frau zu erleichtern, ist fast immer mit großen Schwierigkeiten oder langer Warterei verbunden. Und so sind Schlangen vor dem Damenklo leider ein gewohnter Anblick.

Kreativ-praktische Abhilfe

Damit ist jetzt Schluss. Das dänische Startup „Lapee“ um Gina Périer und Alexander Egebjerg hat eine ebenso kreative wie praktische Abhilfe erschaffen: ein schreiend pinkes Frauenpissoir, das Platz für drei Benutzerinnen gleichzeitig bietet. Das runde Gebilde aus Polyethylen ist 1,65 Meter hoch und bietet drei Nischen mit jeweils einem Urinal. Die geschwungenen Wände sorgen für Privatsphäre und Schutz, ohne dass man sich eingeengt fühlt. Nach oben ist ein Lapee offen, sodass die hockende Person die Umgebung durch die erhöhte Position gut überblicken kann. Dieses Konzept hat Veranstaltungsspezialist Jo Kurrle von MIZE sofort überzeugt, sodass er die neuen Frauenurinale in sein Portfolio aufgenommen hat.

Lapee ist jedoch keine Toilette, sondern ein Urinal, es wird also nicht gesessen. Das geht schneller und ist aus hygienischen Gründen besser. Lapee ist berührungsfrei und verfügt über einen integrierten Handdesinfektionsapparat. Genau wie bei den Urinalen für Männer gibt es kein Papier.

600 Prozent mehr Effizienz

Lapee wird in Dänemark produziert, ist bereits patentiert und markenrechtlich geschützt. Die auffällige Farbe soll Nutzerinnen das Auffinden der Örtlichkeit erleichtern. Laut Hersteller ist das Urinal um 600 Prozent effizienter als normale Toiletten und soll sechs Toilettenkabinen ersetzen können. DDie Verweildauer beträgt durchschnittlich 30 Sekunden statt drei Minuten. „Lapee funktioniert entweder mit einem 1100-Liter-Tank, der 3500 Benutzungen fasst, oder lässt sich für eine unbegrenzte Nutzung direkt an die Kanalisation anschließen“, erklärt Jo Kurrle.

Lapee wird aus wiederverwertbaren Materialien hergestellt, steht für eine lange Lebensdauer und verbraucht kein Wasser. Es ist stapelbar, um Kohlenstoffemissionen durch den Transport zu vermeiden. Aufgrund seiner offenen Struktur ist das Urinal selbstbelüftet und extrem leicht zu reinigen, was es für öffentliche Plätze und Veranstaltungen im Freien prädestiniert.

Leidenschaft für Festivals

Gina Périer aus Frankreich und Alexander Egebjerg aus Dänemark, beide Architekten, sind leidenschaftliche Festivalbesucher und haben u.a. für das Roskilde Festival gearbeitet. Dort stellten sie fest, dass die Schlangen vor den Frauentoiletten immer länger wurden und an einer sicheren und hygienischen Lösung für Frauen fehlt – und legten los. 2018 testeten sie einen Prototyp auf verschiedenen Veranstaltungen. Im Mai 2019 kam dann die finale Lapee-Version heraus. Anfang 2020 war das pinke Pissoir bereits in zwölf verschiedenen Ländern erhältlich. Es hat seither unzählige Designpreise und andere Auszeichnungen gewonnen.

www.mize.de

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